Ein interaktives Schaufenster für die Schwyzer Fasnacht

Ein Klopfen am Schaufenster setzt Blätz und Domino in Bewegung. Die Installation verbindet Mechanik, Sensorik, Licht, Sound und eine eigene Python-Steuerung zu einem Erlebnis für Passantinnen und Passanten.

2 Min. von Matthias Ulrich

Ein Schaufenster kann eine Szene zeigen und zugleich auf Menschen im Vorbeigehen reagieren. Für diese interaktive Installation haben wir zwei Schwyzer Fasnachtsfiguren mit Mechanik, Sensorik, Licht, Sound und einer eigenen Steuerung verbunden. Das Klopfen an der Scheibe wird zum Auftakt einer inszenierten Bewegung.

Schaufensterinstallation mit den Schwyzer Fasnachtsfiguren Blätz und Domino vor Beginn der durch Klopfen ausgelösten Bewegungsabfolge.
Vor dem Klopfen warten Blätz und Domino auf ihre nächste Interaktion.

Das Schaufenster als Teil der Interaktion

Die Installation bezieht den Raum vor dem Fenster in den Ablauf ein. Ein Vibrationssensor nimmt das Klopfen an der Scheibe auf und startet die vorbereitete Szene. Licht, Sound und die Bewegungen der Figuren greifen dabei ineinander.

Passantinnen und Passanten erleben dadurch unmittelbar, wie ihre Handlung eine Reaktion im Schaufenster auslöst. Die Figuren werden vom Ausstellungsobjekt zu einem Gegenüber.

Mechanik für die Figuren entwickeln

Die Figuren entstanden aus Stokys-Bauteilen, Holzkonstruktionen und modellierten Partien. Servo-Motoren bewegen Arme, Köpfe und Oberkörper. Für das Aufrichten der Torsi wurden mehrere Motoren miteinander abgestimmt, damit die Bewegung über mehrere Punkte getragen wird.

Testaufbau einer mechanischen Figurenbewegung mit Stokys-Bauteilen, Servo-Motoren, Verkabelung und Steuerung am Arbeitsplatz.
Im Testaufbau werden die Bewegungen von Torso und Arm aufeinander abgestimmt.

Bewegung, Licht und Sound verbinden

Ein Raspberry Pi übernimmt die Steuerung der Installation. Über Servo-Controller, Relais und Sensoren verbindet er die einzelnen Komponenten miteinander. Die Python-Steuerung startet nach dem Sensorsignal die Bewegungs-, Licht- und Soundabläufe.

Die technische Struktur ordnet den einzelnen Elementen eindeutige Aufgaben zu: Der Sensor erkennt das Klopfen, die Steuerung ruft die Szene auf und die Mechanik setzt sie sichtbar um.

Aufbau der interaktiven Schaufensterinstallation mit den Figuren Blätz und Domino, Verkabelung, Steuerungskomponenten und Computer.
Der Testaufbau verbindet Figuren, Verkabelung und Steuerung zu einer gemeinsamen Installation.

Aus vielen Komponenten wird eine Szene

Handwerkliche Konstruktion und individuelle Programmierung bilden in dieser Installation eine gemeinsame Wirkung. Mechanik, Licht und Sound geben den Figuren eine sicht- und hörbare Reaktion auf das Klopfen am Fenster.

So entsteht im Schaufenster eine kleine Bühne, die den Fasnachtsfiguren Blätz und Domino einen direkten Bezug zu ihrem Publikum gibt.

Interaktive Schaufensterinstallation mit den bewegten Fasnachtsfiguren Blätz und Domino an einem Tisch; ein Klopf-Symbol an der Scheibe lädt zur Interaktion ein.
Blätz und Domino reagieren auf die Interaktion am Schaufenster mit einer abgestimmten Szene aus Bewegung, Licht und Sound.

Ergebnis

Ein Schaufenster, das auf sein Publikum reagiert

Die Installation verbindet Sensorik, Steuerung und mechanisch bewegte Figuren zu einer unmittelbaren Begegnung im öffentlichen Raum. Das Klopfen an der Scheibe wird zum Auslöser einer gemeinsamen Szene.

Klopfen erkennen

Ein Vibrationssensor nimmt die Interaktion an der Scheibe auf und startet die vorbereitete Abfolge.

Ablauf steuern

Der Raspberry Pi koordiniert Bewegungen, Licht und Sound über die angeschlossenen Komponenten.

Figuren bewegen

Servo-Motoren geben Blätz und Domino eine sichtbare Reaktion auf ihr Publikum.