Website optimieren: Warum schönes Design allein nicht reicht

Eine moderne Gestaltung, passende Farben und starke Bilder sind wichtig für einen professionellen Webauftritt. Doch eine Website kann hervorragend aussehen und trotzdem kaum Besucherinnen und Besucher erreichen oder zu wenig Anfragen generieren.

7 Min. von Thomas Kaufmann

Wer eine Website optimieren möchte, sollte deshalb nicht nur beim Design ansetzen. Eine erfolgreiche Website entsteht aus dem Zusammenspiel verschiedener Faktoren: Sie muss gefunden werden, relevante Inhalte bieten, einfach zu bedienen sein, technisch zuverlässig funktionieren und Besucherinnen und Besucher zum richtigen nächsten Schritt führen.

Was macht eine gute Website aus?

Eine gute Website sieht nicht nur professionell aus. Sie erfüllt vor allem ihren Zweck. Für ein Unternehmen kann das bedeuten, neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen, Leistungen verständlich zu erklären, Vertrauen aufzubauen oder bestehende Kundschaft mit Informationen zu versorgen.

Damit das gelingt, müssen verschiedene Disziplinen zusammenspielen. Bei der Konzeption und Entwicklung einer Website sollten Design, Inhalte, Struktur, Technik, Suchmaschinenoptimierung und Nutzerführung deshalb von Anfang an zusammengedacht werden.

Eine Website ist deshalb am stärksten, wenn bereits bei der Planung geklärt wird, wen sie erreichen soll, welche Bedürfnisse diese Menschen haben und was sie auf der Website tun sollen. Deshalb betrachten wir Webprojekte konsequent aus Sicht der Menschen, die die Website später nutzen.

Eine gute Website muss gefunden werden

Die beste Website bringt wenig, wenn potenzielle Kundinnen und Kunden sie nicht finden.

Suchmaschinenoptimierung sollte deshalb nicht erst beginnen, wenn die neue Website bereits online ist. Schon die Struktur und die Inhalte einer Website haben Einfluss darauf, für welche Suchanfragen Google sie als relevant einschätzt.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Keywords auf einer Seite unterzubringen. Entscheidend ist die Frage, wonach potenzielle Kundinnen und Kunden tatsächlich suchen.

Ein einfaches Beispiel: Eine Webagentur bezeichnet ihre Leistung intern vielleicht als «Digital Experience». Ihre Kundschaft sucht bei Google aber nach «Webdesign», «Website erstellen lassen» oder «Webagentur». Eine gute Website verbindet deshalb die eigene Sprache mit der Sprache der Zielgruppe.

Ein hervorgehobenes Suchergebnis führt potenzielle Kundinnen und Kunden zu einer inhaltlich relevanten Website.
Ein hervorgehobenes Suchergebnis führt potenzielle Kundinnen und Kunden zu einer inhaltlich relevanten Website.

Wer seine Website für Google optimieren möchte, sollte zudem nicht nur einzelne Seiten betrachten. Eine verständliche Seitenstruktur, relevante Inhalte, interne Verlinkungen und eine technisch saubere Umsetzung helfen Suchmaschinen dabei, die Website und ihre Themen einzuordnen.

SEO beginnt damit nicht bei Google, sondern bei den Bedürfnissen der Menschen, die Google nutzen.

Gute Inhalte beantworten echte Fragen

Warum besucht jemand Ihre Website? In den meisten Fällen gibt es dafür einen konkreten Grund. Eine Person möchte ein Problem lösen, eine Information finden, Angebote vergleichen oder eine Entscheidung treffen.

Guter Content setzt genau dort an. Er erklärt nicht nur, was ein Unternehmen anbietet, sondern er beantwortet die Fragen der Menschen, die dieses Angebot benötigen.

Statt ausschliesslich aus Unternehmenssicht zu kommunizieren, lohnt sich deshalb ein Perspektivenwechsel: Was möchten potenzielle Kundinnen und Kunden wissen? Welche Unsicherheiten haben sie? Welche Informationen benötigen sie für eine Entscheidung?

Für eine Webagentur könnten das beispielsweise Fragen sein wie:

  • Was kostet eine neue Website?
  • Wann lohnt sich ein Website-Relaunch?
  • Wie lange dauert die Erstellung?
  • Welches CMS eignet sich für ein KMU?
  • Was muss ich selbst für ein Webprojekt vorbereiten?

Wer solche Fragen verständlich beantwortet, schafft einen konkreten Mehrwert. Gleichzeitig entstehen Inhalte für Suchanfragen, über die potenzielle Kundinnen und Kunden überhaupt erst auf das Unternehmen aufmerksam werden.

Gute Website-Texte sind deshalb mehr als eine Beschreibung des eigenen Angebots. Sie sind ein wichtiger Teil der Nutzerführung, der Suchmaschinenoptimierung und letztlich auch der Kundengewinnung.

Eine klare Struktur hilft Menschen und Suchmaschinen

Besucherinnen und Besucher möchten nicht lange darüber nachdenken, wo sie eine bestimmte Information finden. Eine gute Website-Struktur macht den nächsten Schritt möglichst offensichtlich.

Dazu gehören eine verständliche Navigation, logisch aufgebaute Seiten und aussagekräftige Überschriften. Auch wichtige Informationen sollten dort stehen, wo Nutzerinnen und Nutzer sie erwarten.

Das klingt selbstverständlich. In der Praxis entstehen Websites jedoch häufig aus der internen Sicht eines Unternehmens. Abteilungen, Produkte und interne Bezeichnungen bestimmen dann den Website-Aufbau. Für Aussenstehende muss diese Logik aber nicht automatisch verständlich sein.

Eine gute Informationsarchitektur geht deshalb von den Nutzerinnen und Nutzern aus. Wie sich eine solche Informationsarchitektur in der Praxis umsetzen lässt, zeigt beispielsweise unser Webprojekt für die Innerschweizer Literaturszene.

Auch für Suchmaschinen ist eine klare Struktur hilfreich. Sie zeigt, welche Seiten besonders wichtig sind, welche Inhalte thematisch zusammengehören und wie einzelne Themen innerhalb der Website eingeordnet werden können.

Das macht die Struktur zu einem guten Beispiel dafür, dass User Experience (UX) und Search Engine Optimization (SEO) häufig dasselbe Ziel verfolgen: Informationen möglichst klar zugänglich zu machen.

Auch die Technik entscheidet über den Erfolg

Gute Technik steht selten im Mittelpunkt eines Webauftritts. Trotzdem bildet sie dessen Grundlage.

Eine Website sollte auf unterschiedlichen Geräten zuverlässig funktionieren, schnell laden und technisch sauber umgesetzt sein. Auch Sicherheit, Datenschutz, Barrierefreiheit und eine langfristig wartbare technische Basis gehören dazu.

Besonders wichtig ist die mobile Nutzung. Inhalte, Navigation und Funktionen müssen auch auf einem Smartphone problemlos zugänglich sein. Eine Desktop-Website einfach auf einen kleineren Bildschirm zu verkleinern, reicht dafür nicht.

Zwei Teammitglieder arbeiten gemeinsam an Navigation und Inhaltsaufbau einer Website
Technik, Struktur und Gestaltung greifen bei der Website-Entwicklung ineinander.

Auch die Performance spielt eine Rolle. Lange Ladezeiten können die Nutzung unnötig erschweren und beeinflussen zudem die technischen Qualitätssignale, die Google für die Suche berücksichtigt.

Wer die Website-Performance verbessern möchte, sollte allerdings nicht nur auf einen einzelnen Messwert schauen. Bildgrössen, Programmierung, Hosting, eingesetzte Plugins und externe Dienste können beispielsweise gemeinsam beeinflussen, wie schnell eine Seite tatsächlich geladen und nutzbar wird.

Gute Webtechnik fällt im besten Fall kaum auf. Schlechte Technik dagegen sehr schnell.

Gutes Webdesign erfüllt eine Funktion

Heisst das alles, dass schönes Design unwichtig ist? Natürlich nicht.

Professionelles Webdesign trägt wesentlich dazu bei, wie ein Unternehmen wahrgenommen wird. Gestaltung schafft Vertrauen, transportiert die Identität einer Marke und beeinflusst, ob eine Website professionell und glaubwürdig wirkt.

Gutes Design geht aber darüber hinaus. Es schafft visuelle Hierarchien. Es zeigt, welche Inhalte zusammengehören. Es lenkt Aufmerksamkeit. Es verbessert die Lesbarkeit. Und es hilft Besucherinnen und Besuchern dabei, sich auf der Website zurechtzufinden. Wie unterschiedlich diese Anforderungen gestalterisch gelöst werden können, zeigen unsere ausgewählten Webprojekte.

Genau deshalb sollte modernes Webdesign nicht mit aktuellen Gestaltungstrends verwechselt werden. Eine Website wird nicht automatisch besser, weil sie grosse Bilder, Animationen oder gerade angesagte Designelemente verwendet.

Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Hilft die Gestaltung den Menschen dabei, die Website zu verstehen und ihr Ziel zu erreichen?

Wenn die Antwort Ja lautet, erfüllt das Design seine Aufgabe.

Eine Website braucht ein klares Ziel

Besucherinnen und Besucher finden die Website, lesen die Inhalte und interessieren sich für das Angebot. Was passiert danach? Diese Frage wird bei der Website-Optimierung gerne unterschätzt.

Nicht jede Seite muss unmittelbar etwas verkaufen. Aber jede wichtige Seite sollte einen sinnvollen nächsten Schritt anbieten. Das kann je nach Website und Situation ganz unterschiedlich aussehen:

  • Kontakt aufnehmen
  • eine Offerte anfragen
  • einen Termin vereinbaren
  • ein Produkt kaufen
  • weitere Informationen lesen
  • eine Referenz ansehen
  • einen Download starten

Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Buttons und Handlungsaufforderungen auf einer Seite zu platzieren. Entscheidend ist, dass der nächste Schritt zur Absicht der Nutzerin oder des Nutzers passt.

Wer gerade einen ersten Ratgeberartikel liest, ist möglicherweise noch nicht bereit, eine Offerte anzufragen. Ein weiterführender Artikel oder eine passende Leistungsseite kann in diesem Moment der sinnvollere nächste Schritt sein.

Eine gute Website-Conversion beginnt deshalb nicht beim Kontaktformular. Sie beginnt mit dem Verständnis dafür, was Menschen in der jeweiligen Situation benötigen.

Eine Person nutzt eine optimierte Website mit übersichtlicher Nutzerführung und einem hervorgehobenen Button für den nächsten Schritt
Eine übersichtlich aufgebaute Website führt Besucherinnen und Besucher zu einem passenden nächsten Schritt.

Website optimieren heisst, das Ganze zu betrachten

Eine erfolgreiche Website entsteht nicht allein durch gutes Design. Genauso wenig reicht es, einzelne SEO-Massnahmen umzusetzen, die Ladezeit zu verbessern oder neue Texte zu schreiben.

Sichtbarkeit, Inhalte, Struktur, Technik, Design und Conversion greifen ineinander.

Wer seine Website verbessern oder einen neuen Webauftritt planen möchte, sollte deshalb zunächst klären, wo die tatsächlichen Schwachstellen liegen. Genau dort setzt die Konzeption und Weiterentwicklung von Websites an. Wird die Website nicht gefunden? Finden Besucherinnen und Besucher wichtige Informationen nicht? Sind die Inhalte nicht überzeugend? Ist die Nutzung umständlich? Oder fehlt schlicht ein klarer nächster Schritt?

Zwei Teammitglieder prüfen gemeinsam den Aufbau und die Gestaltung einer Website
Bei der Website-Optimierung betrachten wir Inhalte, Struktur, Gestaltung und Technik gemeinsam.

Erst wenn das Problem bekannt ist, lässt sich sinnvoll entscheiden, was optimiert werden sollte.

Eine gute Website ist damit mehr als ein schönes digitales Schaufenster. Sie hilft Menschen, die richtigen Informationen zu finden, schafft Vertrauen und unterstützt sie dabei, eine Entscheidung zu treffen.

Und genau daran sollte sich eine Website letztlich messen lassen.

Nächster Schritt

Möchten Sie
Ihre Website verbessern?

Nicht jede Website braucht einen kompletten Neustart. Oft reichen gezielte Verbesserungen bei Struktur, Inhalt, Technik oder Nutzerführung.

Gerne schauen wir gemeinsam mit Ihnen, wo bei Ihrer Website das grösste Potenzial liegt. Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf.

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